Kykladen & Ípiros 2017

Eine weitere dreiwöchige Reise führt uns im Oktober 2017 nach Griechenland. Hauptziele sind diesmal die Insel Milos in den westlichen Kykladen und die Umgebung von Parga im Nordwesten (Ípiros) Griechenlands. Wir geniessen drei Wochen spätsommerlich warmes Wetter, teilweise bei Temperaturen bis 30°C. Nach dem trockenen, heissen Sommer ist es zwar aufgrund der fehlenden herbstlichen Regenfälle um einiges schwieriger als in anderen Jahren, Amphibien und Reptilien zu beobachten. Trotzdem mangelt es uns nicht an vielen wunderschönen Fotomotiven. Eine kleine Aus-wahl davon findest Du in diesem Album.

Milosotter (Macrovipera schweizeri)
Milosotter (Macrovipera schweizeri)

Auf See

Bereits die Fahrt mit der Fähre von Pireas nach Milos gibt einen ersten Eindruck von den kargen, im Herbst ausge-dorrten und sonnenverbrannten Kykladeninseln und den malerischen Dörfern mit ihren blendend weissen Häusern.

Malerische Dörfer


Die meisten Ortschaften Milos liegen in der näheren Umgebung des sympathischen Hafenstädtchens Adámas im Nor-den der Insel. Besonders sehenswert sind das Fischerdorf Klima mit seiner schmucken Häuserzeile direkt am Meer so-wie die Dörfer Plaka und Tripití, die etwas weiter oben am steilen Berghang kleben.

Das Fischerdorf Klima
Das Fischerdorf Klima

Milos "on the wild side"

Die Insel Milos ist vulkanischen Ursprungs und reich an Mineralien, die in riesigen Tagbauminen abgebaut werden. Trotzdem haben sich weite Teile im Süden und Westen der Insel ihren ursprünglichen, wilden Charakter bewahrt. Viele Gegenden sind nur auf schlechten Schotterpisten erreichbar und menschenleer.

 

Bedingt durch die lange erdgeschichtliche Isolation weist Milos eine zwar artenarme, aber sehr interessante Herpeto-fauna auf. Besonders zu erwähnen ist die einzig auf Milos, Kimolos, Poliegos und Sífnos vorkommende Milosotter (Macrovipera schweizeri).

Sarakíniko

Bei den weissen Klippen von Sarakíniko an der Nordküste von Milos eröffnet sich einem eine unwirkliche Landschaft. Man wähnt sich auf einem fremden Planeten. Die Felsen und Klippen von Sarakíniko bestehen aus blendend weisser Asche eines prähistorischen Vulkanausbruchs. Die Erosion hat bizarre Felstürme geschaffen und tiefe Runsen und Schluchten aus dem Gestein gewaschen. Nur da und dort klammert sich spärliche Vegetation ans Gestein.

Dürres Land

Auch auf dem Festland Griechenlands ist es im Oktober 2017 extrem trocken. Viele Sümpfe und Seen in der weiteren Umgebung von Parga (Ípiros) sind bis auf kleine Resttümpel ausgetrocknet.

Parga

Recht touristisch, aber in der Nachsaison sehr gemütlich und immer wieder einen Besuch wert: das Städtchen Parga an der Westküste von Ípiros.

Reptilien, Amphibien und mehr

Griechenland ist bezüglich Reptilien die artenreichste Region Europas. Vor allem im Frühling wimmelt es in vielen Ge-genden Griechenlands regelrecht von Schildkröten, Echsen und Schlangen. Aber auch der Oktober kann, wenn es En-de September einige Male ergiebig geregnet hat, sehr ertragreich sein. Da 2017 die herbstlichen Regenfälle in vielen Regionen gänzlich ausblieben, waren die Bedingungen für Reptilienbeobachtungen stark eingeschränkt. Trotzdem sehen wir auf Ausflügen jeden Tag einige Eidechsen und Schlangen und vereinzelt Land- und Sumpfschildkröten. Häufig sind im Oktober 2017 dafür Gottesanbeterinnen anzutreffen, die mit ihrem leuchtenden Grün in der dürren Vegetation weniger getarnt sind als in anderen Jahren.

Nutrias

An einem Tümpel in einem ausgetrockneten Sumpfgebiet entdecken wir einige Nutrias (Myocastor coypus). Diese ur-sprünglich aus Südamerika stammenden, wasserliebenden Nager, auch Sumpfbiber genannt, findet man heute in vie-len Gegenden Europas. Die Nutrias zeigen sich sehr zutraulich und lassen uns einige Male bis auf eine Distanz von fünf Metern an sich heran.

Weitere Informationen und Fotos griechischer Amphibien und Reptilien findest du durch Anklicken des Buttons unten.